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Weltnachrichten

QAnon-Verschwörungstheoretiker haben Chancen auf Sitze im US-Repräsentantenhaus

FILE PHOTO: Republican U.S. House candidate Marjorie Taylor Greene speaks at a news conference in Dallas, Georgia, U.S. October 15, 2020. REUTERS/Elijah Nouvelage/File Photo

Washington (Reuters) - Bei der Wahl des US-Repräsentantenhaus am 3. November dürften nach Erkenntnissen der Nichtregierungsorganisation Media Matters auch Anhänger der Verschwörungstheorie QAnon Sitze erringen.

Bei der Abstimmung parallel zur Wahl des neuen Präsidenten würden über zwei Dutzend Kandidaten antreten, die Aussagen von QAnon beipflichteten, teilte die Organisation mit. QAnon entstand 2017 mit anonymen Botschaft im Internet, die mit “Q” firmiert wurden. Nach der Verschwörungstheorie bekämpft Präsident Donald Trump im Geheimen eine globale Clique von Menschen, die Kinder zu Sex zwingen. Darunter sollen sich prominenten demokratische Politiker, Hollywood-Größen und Mitglieder einer geheimen Organisation, die den Staat lenke. Belege dafür liegen nicht vor.

Nach den Angaben von Media Matters hat Marjorie Taylor Greene vom rechten Flügel der Republikaner gute Chancen, ins Repräsentantenhaus gewählt zu werden, nachdem ihr Gegenkandidat in ihrem Wahlkreis im Bundesstaat Georgia aufgegeben hat. Taylor Greene hatte 2017 in einem Video erklärt, “Q” sei ein Patriot. In Colorado kann sich demnach auch Lauren Boebert gute Chancen ausrechnen. Vergangenen Frühling hatte sie erklärt, sie hoffe, “Q” sei real. Beide Frauen versuchten allerdings zuletzt, sich von ihren früheren Äußerungen zu QAnon zu distanzieren.

Einer Umfrage des Instituts Morning Consultant zufolge glauben 38 Prozent der Republikaner, dass mindestens an Teilen der QAnon-Verschwörungstheorie etwas dran ist. Trump hat es bislang abgelehnt, sich von QAnon zu distanzieren und hat die Bewegung als patriotisch bezeichnet. Er hat öfters QAnon-Inhalte in sozialen Medien weitergeleitet. Andere Republikaner haben die Verschwörungstheorie öffentlich zurückgewiesen. Am 3. November wird nicht nur der neue Präsident der USA gewählt, sondern auch das Repräsentantenhaus sowie ein Drittel des Senats.

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