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Weltnachrichten

Trump und Biden liefern sich ersten direkten TV-Schlagabtausch

U.S. President Donald Trump and Democratic presidential nominee Joe Biden participate in their first 2020 presidential campaign debate held on the campus of the Cleveland Clinic at Case Western Reserve University in Cleveland, Ohio, U.S., September 29, 2020. REUTERS/Brian Snyder

Cleveland/Berlin (Reuters) - Fünf Wochen vor der Präsidentenwahl in den USA haben sich Amtsinhaber Donald Trump und sein Herausforderer Joe Biden erstmals einen direkten Schlagabtausch als Kandidaten geliefert.

Wie vorgesehen, wurde angesichts der Corona-Pandemie auf einen Handschlag zum Auftakt des Duells in der Nacht zum Mittwoch verzichtet. Die ersten Fragen drehten sich um die Besetzung des vakanten Richterpostens am Obersten Gerichtshof, dann wechselte das Thema auf die Corona-Pandemie. Biden warf Trump vor, “keinen Plan” zu haben. Der Demokrat rief den Präsidenten dazu auf, aus seinem “Bunker” und von seinem Golfkurs zu kommen und Leben zu retten. Trump entgegnete, China sei Schuld an dem Virus. Wenn man auf Biden gehört hätte, wären die USA “weit offen gewesen”. Er aber habe das Land “geschlossen” und einen “großartigen Job” beim Umgang mit der Pandemie gemacht. Wiederholt fiel Trump Biden ins Wort und nannte ihn unter anderem “eine Katastrophe”. Biden warf Trump vor, vollkommen unverantwortlich gewesen zu sein, zu lügen und im Angesicht der Pandemie in “Panik geraten” zu sein.

Die Debatte war auf 90 Minuten angesetzt. Sie wurde von einem Millionenpublikum an den Fernsehschirmen und in den Online-Medien verfolgt. Auch in Deutschland wurde die Debatte live übertragen.

Für beide Kandidaten stand viel auf dem Spiel. Trump lag bis zuletzt in landesweiten Umfragen hinter Biden. Der ehemalige Vizepräsident wiederum musste die Gelegenheit nutzen, um einem breiten Publikum zu zeigen, dass er anders als von Trump behauptet trotz seines Alters geistig und körperlich in der Lage ist, die Geschicke des Landes in den kommenden Jahren zu lenken. Sollte Biden die Wahl am 3. November gewinnen, wäre er beim Amtsantritt im Januar 78 Jahre - so alt wie kein Präsident vor ihm.

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