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Weltnachrichten

Obama - Für Trump ist die Präsidentschaft nur eine weitere Reality-Show

Former U.S. President Barack Obama addresses the service during the funeral of late U.S. Congressman John Lewis, a pioneer of the civil rights movement and long-time member of the U.S. House of Representatives who died July 17, at Ebeneezer Baptist Church in Atlanta, Georgia, U.S. July 30, 2020. Alyssa Pointer/Pool via REUTERS

Milwaukee (Reuters) - Beim Parteitag der US-Demokraten hat der frühere Präsident Barack Obama seine Unterstützung für seinen langjährigen Vize und aktuellen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden ausgesprochen und deutliche Worte für den amtierenden Präsidenten Donald Trump gefunden.

“Ich hatte nicht erwartet, dass mein Nachfolger meine Visionen annehmen oder meine Politik fortsetzen wird. Aber ich hatte gehofft, dass Donald Trump im Interesse unseres Landes ein gewisses Interesse daran zeigt, den Job ernst zu nehmen; dass er die Bedeutung des Amts erkennt und eine gewisse Ehrfurcht vor der Demokratie, die in seine Hände gelegt wurde, entdeckt. Aber er tat es nie.” In vergangenen Jahren habe sich Trump nicht an die Arbeit gemacht, sich versucht, eine gemeinsame Basis zu finden und keinerlei Interesse gezeigt, irgendwem außer sich selbst und seinen Freunden zu helfen. Trump “behandele die Präsidentschaft nur als eine weitere Reality-Show, um die Aufmerksamkeit zu bekommen, nach der er sich sehnt.”

Trump sei nicht in den Job hineingewachsen, “weil er es nicht kann”. Die Folgen seien für die USA schwerwiegend: 170.000 Amerikaner sind tot. Millionen von Jobs sind weg. Unsere niederträchtigsten Triebe entfesselt, unseren stolzer Ruf in der ganzen Welt beschädigt und unsere demokratische Institutionen ist bedroht wie nie zuvor.” Obama rief während seiner Rede die US-Bürger mehrfach eindringlich auf, ihre Stimme abzugeben. Dieser Präsident hoffe, es den Wählern so schwer wie möglich zu machen, wählen zu gehen, denn so bleibe er an der Macht, spielte Obama auf Trumps Kritik zur Briefwahl an. “Aber so schwindet eine Demokratie - und das dürfen wir nicht zulassen. Heute Abend bitte ich Sie, an die Fähigkeit von Joe und Kamala zu glauben, dieses Land aus dunklen Zeiten herauszuführen und es besser wieder aufzubauen.”

Die kalifornische Senatorin Kamala Harris wurde auf dem virtuellen Parteitag als Vizepräsidentschaftskandidatin nominiert. “Ich bin den Werten verpflichtet, die meine Mutter mir beigebracht hat, dem Wort, das mich lehrt, im Glauben und nicht im Sehen zu wandeln, und einer Vision, die über Generationen von Amerikanern weitergegeben wird - eine, die Joe Biden teilt. Eine Vision unserer Nation als geliebte Gemeinschaft - wo alle willkommen sind, egal wie wir aussehen, woher wir kommen oder wen wir lieben. Ein Land, in dem wir uns vielleicht nicht bis ins Detail einig sind, aber wir vereinen uns durch das Grundlegende: Der Glaube, dass jeder Mensch von unendlichem Wert ist und Mitgefühl, Würde und Respekt verdient. Ein Land, in dem wir aufeinander achten, in dem wir uns als eins erheben und fallen, in dem wir uns unseren Herausforderungen stellen und unsere Triumphe feiern. Gemeinsam.” Aber derzeit würden sich die Amerikaner weiter voneinander entfernt fühlen. Donald Trumps mangelnde Führung habe Leben und den Lebensunterhalt vieler gekostet. “Im Moment haben wir einen Präsidenten, der unsere Tragödien in politische Waffen verwandelt. Joe wird ein Präsident sein, der unsere Herausforderungen in Ziele umsetzt.”

Harris wäre die erste schwarze Vizepräsidentin der USA. An der Seite von Biden wird sie am 3. November gegen Amtsinhaber Trump antreten.

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