for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up
Weltnachrichten

Rekordzahl von US-Wählern nutzt Möglichkeit der vorzeitigen Stimmabgabe

A man sanitizes a privacy booth to fight the spread of coronavirus disease (COVID-19) at a polling station opened for early voting at Our Lady Help of Christians in Staten Island, New York City, U.S., October 25, 2020. REUTERS/Andrew Kelly

Washington (Reuters) - Neuer Rekord in den USA: Mehr als 60 Millionen Amerikaner haben vor der Präsidentenwahl die Möglichkeit der vorzeitigen Stimmabgabe genutzt - per Briefwahl oder persönlich.

Dies geht aus den am Montag von der Universität Florida veröffentlichten Daten des “U.S. Elections Project” hervor. Damit stehen die Chancen laut Projektleiter Michael McDonald gut, dass beim Urnengang am 3. November die höchste Wahlbeteiligung seit über einem Jahrhundert erreicht wird. Er rechnet mit rund 150 Millionen Teilnehmern. Damit würden 65 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben - Eine so hohe Beteiligung hat es bei den eher als Wahlmuffel geltenden Amerikanern seit 1908 nicht mehr gegeben.

Der Wahlkampf ist von einer starken Polarisierung zwischen dem Lager des republikanischen Amtsinhabers Donald Trump und den Demokraten seines Herausforderers Joe Biden gekennzeichnet. Der bereits jetzt historisch hohe Anteil der Früh-Wähler dürfte auch darauf zurückzuführen sein, dass viele Bürger in der Corona-Pandemie das Ansteckungsrisiko beim Gang in die Wahllokale am 3. November scheuen. Anhänger der Demokraten nutzen laut dem “U.S. Elections Project” dabei weit stärker das Mittel der Briefwahl als Parteigänger der Republikaner. Trump hatte wiederholt den Verdacht geäußert, bei der Briefwahl könne es zu Wahlbetrug kommen. Belege dafür legte er nicht vor.

Trump selbst hatte am Samstag seine Stimme abgegeben und dabei ebenfalls die Möglichkeit zur Abgabe schon vor dem Wahltag genutzt. Der 74-Jährige ging in der Nähe seines Golfclubs Mar-a-Lago in einer öffentlichen Bücherei an die Urne. Er hatte seinen Wohnsitz vergangenes Jahr nach Florida verlegt - ein sogenannter “swing state” mit ungewissem Wahlausgang, den Trump für seinen Verbleib im Weißen Haus wohl unbedingt gewinnen muss.

for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up