January 27, 2010 / 7:46 AM / 9 years ago

Yahoo spürt frischen Wind auf dem Anzeigenmarkt

San Francisco (Reuters) - Nach einer langen Durststrecke spürt der US-Internetkonzern Yahoo auffrischenden Wind auf dem Anzeigenmarkt.

Firmenlogo auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas, Nevada am 7. January 2008. REUTERS/Rick Wilking

Das Unternehmen stellte am Dienstag fürs laufende Quartal das erste Umsatzplus seit eineinhalb Jahren in Aussicht. Vor allem die Kundschaft für die Top-Anzeigenkategorie kehre zurück, berichtete der Anbieter von Internet-Werbebannern. Für das erste Vierteljahr prognostiziert der Konzern nun einen Umsatz zwischen 1,575 und 1,675 Milliarden Dollar. Der Aktienkurs legte nachbörslich um 3,2 Prozent zu.

Eine Reihe von Premium-Anzeigenplätzen seien während des Quartals ausverkauft gewesen, darunter auch die eigene Startseite, teilte der Konzern mit. Für den Marktforscher Ross Sandler stach aus dem Quartalsbericht der Zuwachs bei der Bannerwerbung um 26 Prozent auf vergleichbarer Basis heraus. “Yahoo wird mit der Welle hochgespült, wenn es eine Welle gibt bei den Internetausgaben”, sagte Laxmi Poruri von Primary Global Research. “Die großen Anzeigenkunden beginnen damit, wieder mehr Geld für Bannerwerbung auszugeben. Das ist eine gute Sache.”

Die Internetseiten des Konzerns gehören zu den populärsten Zielen im Netz, Yahoo muss sich aber einer wachsenden Konkurrenz von neuen Anbietern wie den sozialen Netzwerken Facebook und Twitter erwehren. Zugleich hat die Suchmaschine Google ihre Spitzenposition in der Branche gefestigt und der Softwarekonzern Microsoft rückt Yahoo als Nummer 2 immer näher auf die Pelle. Die beiden Konzerne verhandeln derzeit über eine Partnerschaft bei der Internetsuche, um Google Paroli zu bieten. Microsoft hatte zuvor vergeblich versucht, Yahoo zu übernehmen.

Konzernchefin Carol Bartz schlug einen offensiven Ton an: “Für uns geht es 2010 darum, Yahoo mit Zukäufen und Investitionen noch schlagkräftiger zu machen”, sagte sie bei der Vorlage der Zahlen. Dabei werde sich der Konzern auf die sozialen Medien, das mobile Internet und schnell wachsende Märkte wie Indien und Brasilien konzentrieren.

Im Schlussquartal 2009 schnitt Yahoo wie erwartet ab. Der Konzern verbuchte einen Nettogewinn von 153 Millionen Dollar, nachdem ein Jahr zuvor noch vor allem wegen hoher Kosten für Abschreibungen und den Konzernumbau ein Minus von 303 Millionen Dollar in den Büchern gestanden hatte. Der bereinigte Umsatz belief sich auf 1,26 Milliarden Dollar. Hier hatten die Analysten das Geschäft mit 1,23 Milliarden Dollar leicht unterschätzt.

- von Alexei Oreskovic -

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