August 22, 2019 / 12:28 PM / a month ago

US-Notenbankerin George lehnt Zinssenkungen weiter ab

Federal Reserve Board building on Constitution Avenue is pictured in Washington, U.S., March 19, 2019. REUTERS/Leah Millis

New York (Reuters) - Die führende US-Notenbankerin Esther George widersetzt sich den Rufen von Präsident Donald Trump nach weiteren Zinssenkungen.

“Wir befinden uns gerade in einer Art Gleichgewicht, und ich würde die Zinsen gerne so belassen”, sagte die Chefin der Notenbank von Kansas City am Donnerstag dem Sender Bloomberg TV. Sie sehe aktuell weder eine Abkühlung noch eine Stärkung der Konjunktur, “die mich zu der Annahme veranlassen würde, dass die Zinsen woanders liegen sollten”.

Ende Juli hatte die Federal Reserve (Fed) ihren Leitzins erstmals seit der Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren gesenkt. Die Währungshüter reagieren damit auf den von Trump angezettelten Handelskonflikt mit China, der zusehends auf die globale Konjunktur und die heimische Wirtschaft durchschlägt. Trump setzt die politisch unabhängige Fed seit langem unter Druck, die Zügel weiter zu lockern.

George hatte ebenso wie ihr Kollege aus Boston, Eric Rosengren, gegen die Zinssenkung gestimmt. Dadurch werde die Konjunktur weiter angeschoben, “was aus meiner Sicht nicht notwendig ist”, sagte sie in einem anderen Interview dem Sender CNBC. Die meisten Experten rechnen damit, dass die Notenbank ihren Leitzins im September erneut senken wird. Eine große Zinssenkung um 0,5 Prozentpunkte gilt aber als eher unwahrscheinlich.

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