August 6, 2018 / 6:31 AM / 3 months ago

Venezuela meldet Festnahme von sechs Personen nach Drohnenexplosion

Venezuela's Interior and Justice Minister Nestor Reverol holds a placard with a picture of a drone during a news conference in Caracas, Venezuela August 5, 2018. Ministry of Interior and Justice/Handout via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY.

Caracas (Reuters) - In Venezuela sind nach Angaben der Regierung nach einem versuchten Attentat auf Präsident Nicolas Maduro sechs Personen festgenommen worden.

Einer der als “Terroristen” bezeichneten Verdächtigen werde beschuldigt, bereits in einen Anschlag auf eine Militärbasis im Jahr 2017 verwickelt gewesen zu sein, teilte Innenminister Nestor Reverol am Sonntag mit. Er sei deshalb per Haftbefehl gesucht worden. Ein weiterer Festgenommener sei bereits 2014 wegen Protesten gegen die Regierung in Gewahrsam genommen worden, sagte Reverol.

Der sozialistischen Präsident Maduro hatte eine Rede bei einer Militärveranstaltung in der Innenstadt von Caracas gehalten, als sich mindestens eine Explosion ereignete. Nach Angaben von Informationsminister Jorge Rodriguez explodierten mit Sprengstoff beladene Drohnen in der Nähe der Veranstaltung. Die Übertragung der Rede Maduros im Fernsehen wurde unterbrochen. Der Präsident bliebt unverletzt. Später beschuldigte er in einer Fernsehansprache den kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos, für den Attentatsversuch verantwortlich zu sein.

Die bisher weitgehend unbekannte Gruppe “Nationale Bewegung von Soldaten in T-Shirts” bekannte sich zu der Tat und kündigte weitere Angriffe auf die Staatsführung an.

Die Opposition befürchtet, dass Maduro aus der Situation Nutzen zieht und massiv gegen sie vorgeht. “Wir warnen davor, dass die Regierung den Vorfall ausnutzt, um diejenigen zu kriminalisieren, die legal und demokratisch in Opposition zu ihr stehen”, schrieb das Oppositionsbündnis Breite Front in einer auf Twitter veröffentlichten Stellungnahme. Es sei auch zu befürchten, dass die Unterdrückung und der systematische Verstoß gegen Menschenrechte noch ausgeweitet würden.

Maduro war im Mai im Amt bestätigt worden. Seine wichtigsten Rivalen distanzierten sich von der Wahl und beklagten Unregelmäßigkeiten. Das ölreiche Land steckt seit Jahren in einer tiefen Wirtschaftskrise, die zu Unterernährung in der Bevölkerung, Hyperinflation und Massenauswanderung geführt hat.

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