June 7, 2019 / 2:01 PM / in 2 months

UN - Bereits vier Millionen Venezolaner vor Krise geflohen

Venezuelan migrant women walk through a camp run by the UN refugee agency UNHCR in Maicao, Colombia May 7, 2019. Picture taken May 7, 2019. REUTERS/Luisa Gonzalez

Genf (Reuters) - Vier Millionen Menschen sind nach Angaben der Vereinten Nationen vor der politischen und wirtschaftlichen Krise in ihrer Heimat geflohen.

Diese alarmierende Zahl unterstreiche, wie dringend die Länder, in die die Menschen kämen, Unterstützung bräuchten, erklärten das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf. Betroffen seien vor allem Kolumbien, Peru, Chile, Ecuador, Brasilien und Argentinien.

In Venezuela tobt seit mehreren Monaten ein Machtkampf zwischen dem sozialistischen Präsidenten Nicolas Maduro und Oppositionschef Juan Guaido, der sich selbst zum Übergangspräsidenten ausgerufen hat. Das erdölreiche Land ist unter Maduros Regierung in den vergangenen Jahren tief in eine Wirtschaftskrise geraten. Das Land leidet unter einer galoppierenden Inflation und einem Mangel an Grundnahrungsmitteln und Medikamenten. Die schwierige Lage hat zu einer Massenflucht in Nachbarländer geführt. Maduro macht dafür einen von den USA geführten Wirtschaftskrieg verantwortlich, der einen Umsturz zum Ziel habe. Die USA haben seit 2017 mehrfach Sanktionen gegen Venezuela verhängt. Kritiker sehen als Gründe für den Abschwung aber auch Inkompetenz von Maduros Regierung, nicht funktionierende Währungskontrollen sowie Korruption.

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