May 20, 2020 / 10:14 AM / 5 days ago

Brasilien zählt erstmals mehr als 1000 Corona-Tote an einem Tag

A computer image created by Nexu Science Communication together with Trinity College in Dublin, shows a model structurally representative of a betacoronavirus which is the type of virus linked to COVID-19, better known as the coronavirus linked to the Wuhan outbreak, shared with Reuters on February 18, 2020. NEXU Science Communication/via REUTERS THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. MANDATORY CREDIT.

(Reuters) - Das neuartige Coronavirus breitet sich in Brasilien immer rasanter aus.

Mit 17.408 Neuinfektionen und 1179 Todesfällen binnen 24 Stunden meldeten die Behörden am Dienstag neue Rekordwerte. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen stieg auf 271.628. Das größte Land Südamerikas weist seit Montag inzwischen weltweit nach den USA und Russland die meisten Fälle auf. Erstmals verzeichnete es zudem nun mehr als 1000 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus an einem Tag, der bisherige Höchstwert lag am 12. Mai bei 881 Toten. Insgesamt sind nun in Brasilien 17.971 Menschen an dem Covid-19-Erreger gestorben.

Wegen der massiven Virus-Ausbreitung erwägt US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben ein Einreiseverbot für Menschen aus Brasilien. “Ich will nicht, dass Leute hier herkommen und unsere Leute infizieren.” Brasilien habe zweifellos Probleme. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro, dessen Umgang mit der Pandemie scharf kritisiert wird, will nun im Kampf gegen das Virus verstärkt auf das Malaria-Mittel Chloroquin setzen. Er kündigte an, dass Interims-Gesundheitsminister Eduardo Pazuello noch am Mittwoch neue Richtlinien herausgeben wird, die den empfohlenen Einsatz des Medikaments gegen die Virus-Infektion ausweiten. Die Wirkung des auch von Trump angepriesenen Mittels ist jedoch umstritten. EU-Experten sahen zuletzt keine Belege, dass es gegen die von dem Virus ausgelöste Atemwegserkrankung Covid-19 wirkt.

Bolsonaro erklärte zudem, dass Armee-General Pazuello vorerst Gesundheitsminister bleiben werde. Dessen zwei Vorgänger, beides Ärzte, sind im vergangenen Monat von ihrem Amt zurückgetreten, weil Bolsonaro sich im Kampf gegen die Pandemie dem Rat von Experten im öffentlichen Gesundheitswesen widersetzt hat. Bolsonaro steht aber auch insgesamt wegen seines Umgangs mit der Krankheit in der Kritik, die er anfangs als leichte Grippe abgetan hatte. Unter anderem hatte er die Ausgeh- und Kontaktbeschränkungen, die von den Regionalbehörden verhängt wurden als schädlich für die Wirtschaft attackiert. Seine Umfragewerte sanken zuletzt.

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