June 22, 2020 / 2:06 PM / 20 days ago

Bundesbank-Vorstand - In der Krise noch "nicht über den Berg"

FILE PHOTO: The skyline with its financial district is photographed during sunset in Frankfurt, Germany, April 22, 2020, as the spread of the coronavirus disease (COVID-19) continues. REUTERS/Kai Pfaffenbach

Berlin (Reuters) - In der Coronakrise ist laut Bundesbankvorstandsmitglied Sabine Mauderer die Zeit für eine Entwarnung noch nicht gekommen.

“Wir sind definitiv nicht über den Berg”, betonte Mauderer am Montag auf einer Finanzkonferenz in Frankfurt. In Europa hätten sich Liquiditätssorgen zwar vorerst gelegt - dank rascher und umfassender Maßnahmen zur Krisenbewältigung. Und viele Banken und Firmen hätten sich in jüngster Zeit die relativ günstigen Refinanzierungsbedingungen zu Nutze gemacht, um sich neu zu verschulden oder Eigenkapitalinstrumente zu emittieren. Die Bewältigung der Krise werde aber nicht im Sprint gelingen. Man müsse sich auf einen “Mittelstreckenlauf” einstellen. Womöglich würden im Herbst “Solvenzprobleme” stärker in den Vordergrund rücken.

Dies werde auch davon abhängen, wie die Corona-Pandemie in den kommenden Monaten angegangen werde, sagte Mauderer, die im Bundesbankvorstand für die Ressorts Märkte und Personal zuständig ist. EZB-Vizepräsident Luis de Guindos hatte jüngst gewarnt, die Corona-Krise stelle die Bankenbranche vor beträchtliche Herausforderungen, falls es vermehrt zu Kreditausfällen und Firmenpleiten kommen sollte.

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