April 27, 2020 / 1:27 PM / a month ago

Regierung hofft nach Schwenk nun auf größere Akzeptanz für Corona-App

German Chancellor Angela Merkel, German Finance Minister Olaf Scholz, Bavarian Prime Minister Markus Soeder, Hamburg mayor Peter Tschentscher and Steffen Seibert arrive for a news conference after discussing with German state premiers on whether to prolong or phase-out the lockdown to combat COVID-19 at the Chancellery in Berlin, Germany, April 15, 2020, as the spread of the coronavirus disease (COVID-19) continues in Munich. Bernd von Jutrczenka/Pool via REUTERS

Berlin (Reuters) - Nach der Entscheidung für eine dezentrale Organisation einer Corona-App zur Verfolgung der Ansteckungswege hofft die Bundesregierung nun auf eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung.

“Die Neuorientierung erhöht ganz klar die Chancen der Umsetzung”, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Für einen Erfolg sei es entscheidend, dass möglichst viele Menschen die App herunterladen und nutzen. Sie soll Smartphone-Nutzern anzeigen, wo sie mit Corona-Infizierten in einen gefährlichen Kontakt gekommen sein könnten. Seibert wies die Einschätzung zurück, dass die Bundesregierung einen Machtkampf mit dem US-Konzern Apple verloren habe, der seine Schnittstelle im Betriebssystem für Handys nicht für den eigentlich favorisierten zentralen Corona-App-Ansatz freigeben wollte. Der Sprecher des Gesundheitsministeriums betonte aber: “Apple und Google wären immer Teil der Lösung gewesen, weil sie immer eine App funktionieren lassen müssen, weil sie Schnittstellen bereit stellen müssen.”

Es sei noch keine Entscheidung gefallen, ob man nun statt der bisher präferierten Plattform Pepp-PT die dezentrale Technologie der DP3T-Initiative nutzen werde, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums weiter. Er machte auch keine Angaben zu der bereits am Sonntag in Deutschland auf den Markt gekommenen Corona-Tracing-App GeoHealth, die Kontakte mit Infizierten mit der GPS-Technik aufspüren will. Deren Entwickler werben für ihren Ansatz zumindest als Übergangslösung, bis eine von der Regierung unterstützte App wirklich zur Verfügung steht. Damit wird jetzt in der Regierung trotz der bereits beschlossenen Lockerungen der Corona-Beschränkungen nicht mehr vor Juni gerechnet.

Kanzleramtschef Helge Braun und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatten den Schwenk zu einem dezentralen Ansatz am Wochenende verkündet. Zuvor hatte die Regierung nach eigenen Angaben Gespräche mit Apple geführt.

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