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Inlandsnachrichten

Arbeitgeberpräsident reagiert skeptisch auf Maskenpflicht in Büros

Ingo Kramer, chairman of the Confederation of German Employers' Associations (BDA), delivers a speech during the German Employers' Day, in Berlin, Germany November 22, 2018. REUTERS/Fabrizio Bensch

Berlin (Reuters) - Der Arbeitgeberverband BDA hat skeptisch auf den Vorstoß des Berliner Senats reagiert, wegen der steigenden Infektionszahlen in der Hauptstadt eine Maskenpflicht in Büros zu verhängen.

Die Auflage sei “ein bisschen übers Ziel hinaus, aber es ist ja nicht schädlich”, sagte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer am Mittwoch in Berlin und fügte hinzu: “Wie schön, dass mein Unternehmen in Bremerhaven sitzt, da haben wir diese Pflicht nicht.” Er sei sich nicht sicher, ob der Schritt “vielleicht ein bisschen ein Placebo ist”. Wichtig sei bei Auflagen in der Corona-Krise immer: “Die Bevölkerung muss es mittragen können, muss es nachvollziehen können.”

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, der beim Bundesverband der Deutschen Arbeitgeber (BDA) zu Gast war, verteidigte den Schritt dagegen. “Zunächst einmal finde ich richtig, dass Berlin jetzt endlich den Schalter umgelegt hat”, sagte Söder bei dem gemeinsamen Auftritt mit Kramer. “Ich finde das richtig, weil wir gerade in Berlin sehen, dass wir auf dem Sprung zu einem diffusen Geschehen sind.” Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hatte am Dienstagabend nach einer Sondersitzung des Senats angekündigt, dass von kommendem Samstag an eine Maskenpflicht in Büros und in Verwaltungsgebäuden gelte. Berlin geht damit über die Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels hinaus, weil die Zahl der Neuinfektionen in einigen Bezirken deutlich zugenommen hat.

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