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Inlandsnachrichten

Bund und Länder wollen Reisen aus Corona-Hotspots drosseln

The German Chancellery is reflected in the water at dusk in Berlin, August 14, 2015. REUTERS/Stefanie Loos

Berlin (Reuters) - Angesichts der stark gestiegenen Corona-Positiv-Tests in Deutschland raten Bund und Länder Bewohnern aus Regionen mit hohen Zahlen von touristischen Reisen in andere Gebiete des Landes ab.

Zwar können Bewohner solcher Gebiete weiter in die meisten anderen Landesteile fahren, wenn sie einen negativen Corona-Test vorweisen können, der nicht älter als 48 Stunden ist, heißt es in einem Beschluss nach einer Telefonschalte des Chefs des Kanzleramtes mit den Staatskanzleichefs der Länder. Allerdings heißt es weiter: “Bund und Länder fordern eindringlich alle Bürgerinnen und Bürger auf, nicht erforderliche Reisen in Gebiete und aus Gebieten heraus, welche die Grenze 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten 7 Tage übersteigen, zu vermeiden.” Ohne das Vorweisen eines negativen Tests sollen weiter die bereits im Juni und Juli beschlossenen Regeln gelten, wonach Personen aus solch stark betroffenen Coronagebieten in anderen Ländern nicht beherbergt werden sollen. Hintergrund sind die stark gestiegenen Positiv-Tests in Städten wie Berlin oder Frankfurt. Die Länder sollen dem Beschluss zufolge energisch versuchen diese Corona-Hotspots einzudämmen.

Allerdings pochten einige Bundesländer in der Schalte auf Ausnahmeregeln. Mecklenburg-Vorpommern etwa behält sich in einer Protokollerklärung ausdrücklich weitgehende Schritte vor. Das Bundesland hatte Bewohnern aus Landkreisen mit hohen Infektionszahlen zeitweise die Einreise verweigert. Berlin wiederum besteht in seiner Protokollnotiz darauf, dass “bei der Bewertung des Infektionsgeschehens (...) Berlin als Gesamtstadt und Einheitsgemeinde behandelt werden (soll)”. Dem stimmten allerdings andere Bundesländer wie Schleswig-Holstein und Bayern nicht zu. Sie belegen Bewohner von Berliner Stadtbezirken wie Mitte und Neukölln mit Quarantäneauflagen oder einem Beherbergungsverbot, wenn sie keinen Negativtest vorweisen können. Grund dafür ist, dass das Robert-Koch-Institut die Infektionszahlen nicht für Gesamtberlin, sondern für die Bezirke ausweist.

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