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Inlandsnachrichten

Städte- und Gemeindebund - Berlin darf nicht das neue Ischgl werden

A general view shows the Alexanderplatz, as the spread of the coronavirus disease (COVID-19) continues in Berlin, Germany, April 17, 2020. REUTERS/Christian Mang

Berlin (Reuters) - Der Deutsche Städte- und Gemeindebund ruft die Bundesländer dazu auf, ihre Maßnahmen zur Corona-Eindämmung zu vereinheitlichen.

Ansonsten leide die Akzeptanz in der Bevölkerung, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg am Freitag im ZDF. “Ich hätte mir schon gewünscht, dass da mehr an einem Strang gezogen wird.” Landsbergs Worten zufolge ist nicht auszuschließen, dass bald jede deutsche Großstadt zum Risikogebiet wird. “Wir müssen vermeiden, dass Berlin zum neuen Ischgl wird.” Im dem Tiroler Ort, der als Partyhochburg unter den Skigebieten bekannt ist, hatten sich Tausende Urlauber infiziert und das Virus dann weit verbreitet.

Landsberg äußerte sich vor Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Oberbürgermeistern der elf größten deutschen Städte. Dabei soll es um die Frage gehen, was getan werden kann, um die schnelle Ausbreitung des Virus einzudämmen. Landsberg warnte vor Zuständen wie in Frankreich, wo die Zahl der neuen Positiv-Tests zuletzt auf Rekordniveau über der Marke von 18.000 lag. In Deutschland stieg diese Zahl zuletzt ebenfalls deutlich, sie liegt aber noch weit unter dem Stand im Nachbarland. Das Robert-Koch-Institut gab am Freitag 4516 neue Fälle bekannt, nach 4058 am Vortag.[nL8N2GZ5BN] Die Zahl der mit dem Corona-Virus in Verbindung gebrachten neuen Todesfälle sank allerdings auf elf von 16. Landsberg mahnte: “Wenn wir Kontakte nicht mehr nachverfolgen können, dann haben wir die Pandemie nicht mehr im Griff.”

Er plädierte dafür, nicht nur die Gesundheitsämter, sondern auch die Ordnungsdienste zu stärken. Die verordneten Einschränkungen würden mitunter nicht konsequent genug kontrolliert. Die in manchen Städten beschlossenen Sperrstunden und Alkoholverbote seien der richtige Weg. Außerdem seien gezielte Aufklärungskampagnen nötig. Denn die Partyszene informiere sich eben nicht in Leitmedien wie ARD und ZDF, führte Landsberg aus.

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