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Inlandsnachrichten

Söder ruft Bundesländer zur Verschärfung der Corona-Maßnahmen auf

FILE PHOTO: Bavarian State Prime Minister Markus Soeder arrives for a news conference in Nuremberg, Germany, August 10, 2020. Nicolas Armer/Pool via Reuters/File Photo

München (Reuters) - Bayern verschärft seine Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie und plädiert für ein bundeseinheitliches Vorgehen.

“Wir müssen die Zügel wieder anziehen und nicht die Zügel wieder lockern”, sagte Ministerpräsident Markus Söder am Montag in München und verwies zur Begründung auf steigende Infektionszahlen. “Die Entwicklung ist besorgniserregend. Corona ist wieder auf dem Sprung zu einer exponenziellen Entwicklung.” Die Gründe dafür seien zurückkehrende Urlauber, zurückkehrende Angehörige von Familienbesuchen in Ost- und Südosteuropa und Leichtsinn.

Bayern werde die Kontrollen zur Einhaltung etwa der Maskenpflicht ausweiten und seine Bußgelder für Verstöße gegen Hygienemaßnahmen erhöhen. Söder rief andere Bundesländer auf, ebenso zu handeln. “Es kann nicht sein, dass es Bundesländer gibt, die überhaupt keine Bußgelder haben.” Er plädiere zudem dafür, keine neuen Großveranstaltungen wie Feste und Fußballspiele mit Zuschauern zuzulassen. “Wir werden uns dafür einsetzen, auf Bundesebene eine einheitliche Obergrenze zu entwickeln für Versammlungen.” Auch eine generelle Pflicht zum Tragen von Atemschutzmasken am Arbeitsplatz müsse diskutiert werden. Ziel dieser Schritte sei es, einen erneuten Lockdown zu verhindern.

Angesichts der steigenden Zahlen an Corona-Neuinfektionen wollen Bund und Länder diese Wochen auf mehreren Ebenen beraten, wie in Deutschland weiter vorgegangen werden soll. Söder sagte, er plädiere für einheitliche Regelungen und “möglichst viel Gemeinsamkeit” in ganz Deutschland. “Wir müssen jetzt in dieser Woche Nägel mit Köpfen machen”, fügte der CSU-Chef hinzu.

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