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Unternehmensnachrichten

Bundesregierung will Startups mit zwei Milliarden Euro helfen

German Finance Minister Olaf Scholz ves a speech during a session at the lower house of German parliament, Bundestag, on the outbreak of the coronavirus disease (COVID-19) in Berlin, Germany, March 25, 2020. REUTERS/Michele Tantussi

Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung will Startups schnell helfen, damit in der Corona-Krise anstehende Finanzierungsrunden nicht platzen und die jungen Firmen reihenweise aufgeben müssen.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz kündigte am Dienstag in München an, dafür zwei Milliarden Euro bereitstellen zu wollen. Dies seien ohnehin vorgesehene Gelder, die nun nur schneller zur Verfügung gestellt werden sollen. Die Jungunternehmen seien die Zukunft. Sie dürften nicht von weiteren Finanzierungen abgeschnitten werden. Das solle mit Hilfe der staatlichen Förderbank KfW sichergestellt werden. Sonst drohten ungewünschte Übernahmen und Pleiten.

Zu genauen Details äußerte sich SPD-Politiker Scholz nicht. Sie werden aber in den nächsten Tagen erwartet, weil die Zeit drängt. “Wir begrüßen es sehr, dass der Bund nun auch für die breite Masse der Startups ausreichende Hilfsmittel zur Verfügung stellt”, sagte Alex von Frankenberg, Geschäftsführer des High-Tech-Gründerfonds. “Es kommt nun darauf an, dies zügig und passend umzusetzen.” Größere Startups können bereits Hilfen aus dem neu geschaffenen Wirtschaftsstabilisierungsfonds bekommen.

Der Startup-Beauftragte des Wirtschaftsministeriums, Thomas Jarzombek, sagte, es werde ein wichtiges Signal an private Investoren gesendet. Die zwei Milliarden seien für Hilfen für Startups, junge Technologieunternehmen und kleine Mittelständler reserviert. “Hierbei handelt es sich um ein Maßnahmenpaket mit Eigenkapital und eigenkapitalähnlichen Elementen.”

Acht von zehn Startups fühlten sich in ihrer Existenz bedroht, sagte der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Startups, Christian Miele. Der Verband schätzt derzeit die Zahl der Jungfirmen in Deutschland auf 9000 mit insgesamt rund 150.000 Mitarbeitern. “Startups sind besonders von der Krise betroffen, da sie oft noch kein Geld verdienen und natürlich sehr schnell durch den Stillstand in die roten Zahlen rutschen”, ergänzte Ulrike Hinrichs, Chefin des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften.

Regierungskreisen zufolge wird derzeit auch an den Details für einen zehn Milliarden Euro schweren “Zukunftsfonds” gearbeitet. Er soll größeren Startups bei der Finanzierung helfen. Medienberichten zufolge soll er sich aus staatlichen und privaten Mitteln speisen.

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