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Inlandsnachrichten

SPD-Finanzpolitiker - Wer gut durch Corona-Krise kommt, sollte Staat helfen

A logo of Germany's Social Democratic Party (SPD) is pictured in Saarbruecken, Germany, September 4, 2019. REUTERS/Ralph Orlowski

Berlin (Reuters) - Aus der SPD kommen Rufe nach einer stärkeren Beteiligung von Gutverdienern an den enormen Corona-Kosten.

“Die Menschen, die gut durch die Krise gekommen sind, sollten dem Staat nach der Krise helfen, wieder auf die Beine zu kommen”, sagte der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Lothar Binding, der Bild-Zeitung (Freitagausgabe). “Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein.” Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält dagegen “Steuererhöhungen für Gift”. Er werde sich an solchen Diskussion “nicht beteiligen”, sagte er dem Blatt.

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hält Steuererhöhungen für eine Option, um die Staatskassen wieder zu füllen. “Der starke Anstieg der Staatsverschuldung wird nach der Pandemie korrigiert werden müssen”, sagte der Ökonom dem Blatt. Der beste Weg sei der eines stärkeren Wirtschaftswachstums. Dafür müsse die Politik jedoch den Strukturwandel hin zu Klimaschutz, Digitalisierung und Globalisierung viel stärker vorantreiben als bisher. “Wenn dies nicht gelingt, dann werden Steuererhöhungen langfristig notwendig sein”, sagte Fratzscher.

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