July 8, 2020 / 11:16 AM / a month ago

EU schließt Abkommen mit Roche und Merck über Covid-19-Arzneien

FILE PHOTO: A small bottle labeled with a "Vaccine" sticker is held near a medical syringe in front of displayed "Coronavirus COVID-19" words in this illustration taken April 10, 2020. REUTERS/Dado Ruvic/Illustration -/File Photo

Brüssel (Reuters) - Die EU-Kommission hat laut einem Insider mit den Pharmakonzernen Roche und Merck Abkommen über die Lieferung von Medikamenten zur versuchsweisen Behandlung von Covid-19-Patienten abgeschlossen.

Gemäß den Vereinbarungen liefert Roche das Arthritis-Medikament RoActemra und Merck sein Multiple-Sklerose-Mittel Rebif an jedes der 27 EU-Mitglieder, das Interesse äußert, wie Reuters am Mittwoch aus dem Umfeld der EU-Kommission erfuhr Die Bedingungen der Abkommen wurden nicht bekannt. Bei Roche und der EU Kommission war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

Der Darmstädter Merck-Konzern erklärte, man sei von der Europäischen Kommission gebeten worden, sich darauf einzustellen, Rebif auf Anfrage an EU-Länder zu liefern, wenn über den Einsatz des Mittels bei Covid-19 entschieden wird. Gegenwärtig liefen noch klinische Studien mit Rebif zur Behandlung von Corona-Patienten und das Mittel sei für diese noch nicht offiziell zugelassen.

Sowohl einige EU-Staaten als auch die EU-Kommission bemühen sich derzeit, mögliche Corona-Medikamente einzukaufen. Dies wird als dringlich angesehen, weil sich die USA große Mengen des Medikaments Remdesivir der US-Firma Gilead gesichert haben. Bisher ist das Gilead-Mittel, das ursprünglich für die Ebola-Behandlung entwickelt worden war, das einzige Medikament, das von der EU für die Behandlung von Corona-Patienten zugelassen ist.

Sowohl Roche als auch Merck sagten dem Insider zufolge in Briefen an die EU-Kommission zu, dass sie den möglichen Bedarf in EU-Ländern decken könnten. Die Arzneien der beiden Firmen zielen auf Proteine im Körper ab, die mit Entzündungen verbunden sind. Es besteht die Hoffnung, dass sie schwerkranken Covid-19-Patienten helfen können, die an einer Überreaktion des Immunsystems leiden, die zu Organversagen führen kann.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below