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Regierung erwartet rasche EU-Zulassung von Remdesivir als Covid-19-Mittel

General view of the Reichstag building, the seat of lower house of German parliament, Bundestag, ahead of a session on the outbreak of the coronavirus disease (COVID-19) in Berlin, Germany, March 25, 2020. REUTERS/Axel Schmidt

Berlin (Reuters) - Das Bundesgesundheitsministerium erwartet “noch in dieser Woche” die Zulassung des Medikaments Remdesivir für die Behandlung von Covid-19-Patienten in der EU.

“Mit der Zulassung ist die Verpflichtung verbunden, auch in angemessenem Umfang liefern zu können. Wir gehen davon aus, dass Gilead dieser Verpflichtung auch nachkommt”, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Mittwoch in Berlin. Er reagierte damit auf Medienberichte, dass sich die USA die Produktion des US-Konzerns Gilead in den kommenden Monaten gesichert hätten. “Der Bund hat sich frühzeitig Remdesivir für die Therapie von Corona-Patienten gesichert”, fügte der Sprecher hinzu. “Momentan gibt es noch genug Reserven.

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte vor wenigen Tagen ihrerseits grünes Licht für den Einsatz von Remdesivir gegeben. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA hatte eine bedingte Zulassung der Arznei zur Behandlung von erwachsenen Patienten und Jugendlichen ab zwölf Jahren mit Lungenentzündung empfohlen, die zusätzlichen Sauerstoff benötigen. Ärzte können das Medikament, das den Markennamen Veklury erhalten soll, in Europa verschreiben, sobald es von der EU-Kommission genehmigt wurde. Diese folgt normalerweise den CHMP-Empfehlungen. Remdesivir wird als einer der Hoffnungsträger bei der Behandlung von Covid-19-Patienten angesehen und ist bereits in einigen Ländern, darunter den USA, in Notfällen zur Behandlung zugelassen. Sein Hersteller, der US-Biotechkonzern Gilead ist dadurch verstärkt in den Fokus gerückt.

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