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SPD-Chefin begrüßt Initiative von Google und Apple für Corona-App

SPD party leader Saskia Esken looks on at the SPD headquarters in Berlin, Germany, February 24, 2020. REUTERS/Michele Tantussi

Berlin (Reuters) - SPD-Chefin Saskia Esken hat die gemeinsame Initiative von Apple und Google im Kampf gegen das Coronavirus begrüßt.

“Die Zusammenarbeit von Apple und Google ist ein bemerkenswerter Schritt - mir ist nicht in Erinnerung, dass es so etwas in der Vergangenheit gegeben hätte”, sagte Esken am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Es entstünden durch Corona Allianzen, die vorher als undenkbar galten, fügte sie mit Blick auf die Ankündigung der beiden US-Technologierivalen hinzu, gemeinsam ihre Handy-Betriebssysteme so zu ändern, dass mittels Bluetooth-Technologie eine Nachverfolgung möglich ist, wo Smartphone-Nutzer nahen und langen Kontakt zu einer Corona-infizierten Person hatten. “Eine solche App kann Gesundheitsschutz mit Privatsphäre und technischem Datenschutz verknüpfen, und sie könnte es uns ermöglichen, Infektionsketten zu begrenzen”, sagte Esken.

Zugleich warnte die SPD-Chefin aber vor voreiligen Hoffnungen. Zum einen werde es noch bis Mitte Mai dauern, bis man erste Gehversuche mit einer App machen könne. Zum anderen müsse die Auswertung und Interpretation der Bluetooth-Signale so weiter entwickelt werden, dass sie nicht zu ungenauen und damit unbrauchbaren Ergebnissen führten.

Auch der Bundesbeauftragten für den Datenschutz, Ulrich Kelber, begrüßte die Initiative. “Aus Sicht des Datenschutzes ist es gut, dass Google und Apple zusichern, dass das Projekt ohne die weitere Erhebung personenbezogener Daten auskommt und geplant ist, wenigstens Teile des Programmcodes offenzulegen. Das könnte nationale Initiativen beschleunigen”, sagte Kelber zu Reuters.

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