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WHO befürchtet nach globaler Corona-Welle drastischen Anstieg der Totenzahl

FILE PHOTO: A 3D-printed coronavirus model is seen in front of the words coronavirus disease (Covid-19) on display in this illustration taken March 25, 2020. REUTERS/Dado Ruvic

Genf (Reuters) - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet nach dem raschen Anstieg der Corona-Infektionen weltweit erheblich mehr Todesfälle.

Derzeit stürben jeden Tag rund 5000 Menschen mit oder an dem Coronavirus, sagte die leitende WHO-Wissenschaftlerin Soumya Swaminathan am Mittwoch. Sie verwies darauf, dass die Sterblichkeit immer einige Wochen hinter der Entwicklung bei den Ansteckungen liege.

Weltweit wurde nach einer Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten inzwischen bei mehr als 38,2 Millionen Menschen das Coronavirus nachgewiesen. Fast 1,1 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus. Experten schätzen, dass die Dunkelziffern deutlich höher sind.

Das mit Abstand am stärksten betroffene Land sind nach wie vor die USA mit fast 7,9 Millionen Infektions- und rund 216.000 Todesfällen. Allerdings breitet sich das Virus in Indien rasch aus, das mit mehr als 7,2 Millionen Infektionen auf Platz zwei liegt. Und in Europa melden immer mehr Länder Rekordwerte bei den Ansteckungen. So verzeichnete Italien 7332 Neuinfektionen, so viele wie noch nie binnen 24 Stunden. Die Neuinfektionen in der Schweiz stiegen innerhalb eines Tages um 2823. Das sind doppelt so viele wie noch vor fünf Tagen.

Auch in Deutschland steigt die Zahl der Infektionen rasch. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Mittwoch 5132 Neuinfektionen binnen 24 Stunden - am Vortag waren es noch 4122. Damit kletterte die Gesamtzahl der bestätigten Fälle auf 334.585. Bei den Todesfällen verzeichnete das RKI einen sprunghaften Anstieg von 13 auf 43. Die Gesamtzahl der Todesfälle erhöhte sich demnach auf 9677.

In Polen starben binnen eines Tages so viele Menschen am oder mit dem Coronavirus wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie. Die Zahl der Todesfälle stieg um 116 auf 3217. Auch bei den Neuinfektionen verzeichnete Polen mit 6526 einen Rekord. In Tschechien gab es 8325 neue Ansteckungsfälle - das ist der bislang zweithöchste Wert in dem Land mit seinen 10,7 Millionen Einwohnern.

Russland meldet einen Höchstwert bei den Neuinfektionen nach dem anderen - zuletzt 14.231. Insgesamt sind in Russland 1,34 Millionen Ansteckungsfälle registriert. Die Zahl der Todesfälle stieg um 239 auf 23.205.

Auch auf dem Balkan breitet sich das Virus rasch aus. Die bei Urlaubern beliebten Länder Kroatien, Slowenien und Bosnien meldeten Rekordwerte bei den Neuinfektionen.

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