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Gates erwartet bis zu vier Corona-Impfstoffe im ersten Quartal 2021

FILE PHOTO: Small bottles labeled with a "Vaccine COVID-19" sticker and a medical syringe are seen in this illustration taken taken April 10, 2020. REUTERS/Dado Ruvic/File Photo

Berlin (Reuters) - Der in der Impfstoffentwicklung engagierte US-Milliardär Bill Gates rechnet mit einem Durchbruch bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs in den ersten Monaten kommenden Jahres.

“Ich erwarte, dass mit etwas Glück im ersten Quartal drei oder sogar vier davon zugelassen werden”, sagte der Mitgründer des Softwarekonzerns Microsoft, der über seine Stiftung die Entwicklung von Impfstoffen fördert, der “Bild”-Zeitung. “Um den Impfstoff sieben Milliarden Menschen zur Verfügung zu stellen, brauchen wir fast 14 Milliarden Dosen. Das wurde zuvor noch nie gemacht”, ergänzte er. “Es handelt sich also um eine Notfallmaßnahme, die ganz neue Strategien erfordert, um im Jahr 2021 Milliarden von Dosen zur Verfügung zu haben.”

Die Stiftung von Bill Gates und dessen Frau Melinda warnt seit langem vor Pandemien und ist Teil einer globalen Impfallianz. Zudem gehört sie zusammen mit anderen nicht-staatlichen Geldgebern mittlerweile zu den Großfinanziers der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese Entwicklung ist umstritten.

Laut “Handelsblatt” plädiert Gates für eine Finanzierung und Verteilung der Impfstoffe auch in Entwicklungsländern. Damit sollten Menschenleben gerettet, für politische Stabilität gesorgt und die Gefahr einer Wiederansteckung in Europa und den USA gesenkt werden. “Wir müssen das auf jeden Fall auf globaler Ebene zu Ende bringen”, wird Gates von der Zeitung zitiert. Es bräuchte demnach eine Impfrate von mindestens 60 Prozent der Bevölkerung, um die Krankheit aus der Welt zu schaffen. Dem Blatt zufolge fürchtet der Unternehmer bis zur Verfügbarkeit eines Impfstoffs eine weitere Corona-Welle mit “Todesraten in vielen Ländern wie im Frühling”.

Gegen Mittag wollen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (beide CDU) auf einer Pressekonferenz über die Lage bei der Impfstoff-Entwicklung berichten.

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