March 16, 2020 / 6:19 AM / 13 days ago

Nach der Fed lockert auch japanische Notenbank ihre Geldpolitik

A picture illustration shows Japanese 10,000 yen notes featuring a portrait of Yukichi Fukuzawa, the founding father of modern Japan, taken in Tokyo August 2, 2011. Japan primed financial markets on Tuesday for currency intervention after the yen tested record highs, signalling it may try to tame the unit with a combination of yen-selling and monetary easing. REUTERS/Yuriko Nakao (JAPAN - Tags: BUSINESS POLITICS)

Tokio (Reuters) - Nach der amerikanischen, britischen und europäischen Zentralbank haben nun auch die japanischen Währungshüter ihre Geldpolitik im Kampf gegen den Abschwung wegen der Corona-Krise gelockert.

Sie kündigte am Montag nach einer Krisensitzung an, den Kauf risikoreicher Anlagen wie börsengehandelter Fonds (ETFs) jährlich zu verdoppeln. Auch wird ein neues Kreditprogramm aufgelegt, um zinslose Kredite mit einjähriger Laufzeit an Banken zu verlängern. Das soll die Kreditvergabe an die von den Folgen der Pandemie betroffenen Unternehmen ankurbeln. “Wir werden ohne zu zögern zusätzliche geldpolitische Lockerungsmaßnahmen ergreifen, wenn dies notwendig ist”, betonte die japanische Notenbank ihre Bereitschaft zu weiteren Eingriffen. Die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie würden “genau im Auge behalten”.

Konkret beschloss die Zentralbank, ETFs in einem jährlichen Volumen von etwa zwölf Billionen Yen (umgerechnet gut 101 Milliarden Euro) zu kaufen. Das ist doppelt so viel wie bislang. Damit werde auch der Kauf japanischer Immobilien-Treuhandfonds (J-REITs) auf 180 Milliarden Yen pro Jahr verdoppelt. Sobald sich die Märkte stabilisiere, solle wieder zum ursprünglichen Tempo zurückgekehrt werden. Um ein Einfrieren der Kreditmärkte zu verhindern, stellt die Zentralbank außerdem zwei Billionen Yen für zusätzliche Käufe von Wertpapieren und Unternehmensanleihen bereit.

Regierungschef Shinzo Abe begrüßte die Entscheidung angesichts der jüngsten Marktturbulenzen als “schnell und angemessen”. Experten zeigten sich dagegen skeptisch. “Im Vergleich zu anderen Zentralbanken wie der Fed fehlte den Schritten die Kühnheit”, sagte Ökonom Toru Suehiro von Mizuho Securities. “Es zeigt deutlich, dass ihr wenig Spielraum für weitere Lockerungen bleibt.”

Am Sonntagabend hatte die US-Notenbank Fed im Kampf gegen die Folgen der Coronavirus-Pandemie den Leitzins auf fast null gesenkt und in Abstimmung mit den Währungshütern weltweit ein Krisenabwehr-Paket geschnürt.

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