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Inlandsnachrichten

Neuinfektionen im Wochentags-Vergleich um fast ein Fünftel gesunken

Head of Robert Koch Institute, German national agency and research institute, responsible for disease control and prevention, Lothar Wieler, left, and Ute Rexroth, a senior RKI official arrive for a news conference on the coronavirus situation in Berlin, Germany November 12, 2020. Markus Schreiber/Pool via REUTERS

Berlin (Reuters) - Die Zahl der veröffentlichten Corona-Neuinfektionen ist im Vergleich zum Vorwochen-Tag um fast 20 Prozent gesunken.

Den Zahlen des Robert-Koch-Instituts vom Montag zufolge ist dies im Vergleich von Wochentagen der stärkste Rückgang seit Beginn der zweiten Infektionswelle im Herbst.

Das RKI hatte für Montag 10.824 Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden vermeldet. Das Saarland hatte zwar keine Zahlen geliefert, dies dürfte sich aber allenfalls mit um die 200 Fällen auswirken. Technische Probleme bei der Übermittlung seien nicht bekannt, teilte das RKI auf Anfrage mit.

Am Montag vor einer Woche waren es dagegen noch 13.363 Fälle. Und selbst vor zwei Wochen lag die Zahl über 12.000. Die Montagszahlen sind häufig verzerrt, da die Gesundheitsämter am Wochenende nicht regelmäßig melden. Ein Vergleich der Montags- oder Sonntagszahlen mit anderen Wochentagen ist daher wenig sinnvoll.

Nach Verhängung der neuen Einschränkungen seit Anfang November mit der Schließung von Restaurants, Sport- und Freizeiteinrichtungen werden die Auswirkungen genau beobachtet. Einzelne Tageswerte können dabei keine Trendwende signalisieren. Das RKI hatte vergangene Woche so darauf hingewiesen, dass die erreichte Grenze bei den Testkapazitäten sich auch auf die Zahl der gemeldeten Fälle auswirken könnte. Die Infektionsrate liegt zudem weiter bei eins. Das bedeutet, dass ein Infizierter statisch einen Menschen ansteckt.

In der vergangenen Woche war bei weiter steigenden Zahlen allerdings ein Abflachen der Infektionskurve beobachtet worden. RKI-Chef Lothar Wieler hatte sich daher vorsichtig optimistisch geäußert. Zugleich wies er aber daraufhin, dass die Kapazitäten an Intensivbetten knapp würden, da die Zahl der Krankenhauspatienten zunächst weiter steigen werde, selbst wenn die Infektionszahlen jetzt heruntergingen.

Angesichts dessen haben Bund und Länder deutlich gemacht, dass eine Lockerung der Einschränkungen nicht zur Debatte steht. Weitere Verschärfung wie etwa der Maskenpflicht in Schulen sind aber bei dem Bund-Länder-Treffen an diesem Montagnachmittag denkbar. Bundeskanzlerin Angela Merkel berät am Nachmittag mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen.

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