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Weltnachrichten

Lockdown in Madrid verschärft - Lage in Frankreich und Tschechien angespannt

A local police officer speaks with a woman in the Vallecas neighbourhood during the first day of a partial lockdown between and within areas in six districts amid the outbreak of the coronavirus disease (COVID-19) in Madrid, Spain, September 21, 2020. REUTERS/Sergio Perez

Madrid (Reuters) - Wegen der stark steigenden Infektionszahlen haben die spanischen Behörden den teilweisen Lockdown in Madrid verschärft.

Die Regionalverwaltung weitete am Freitag die Sperrmaßnahmen auf acht weitere Teile der spanischen Hauptstadt aus. Damit sind nun mehr als eine Million Menschen in 45 Gebieten in der Millionenmetropole davon betroffen. Auch in Deutschlands Nachbarstaaten Frankreich und Tschechien spitzt sich die Lage weiter zu. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Dienstag mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Krise beraten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn empfahl, die Herbstferien in Deutschland zu verbringen.

In Spanien stieg Zahl der bestätigten Corona-Fälle bis zum Donnerstagabend auf 704.209, das sind die meisten in Europa. Das Gesundheitsministerium meldete 10.650 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden. Die Zahl der Toten beläuft sich auf 31.118. Die Zentralregierung empfahl sogar einen Lockdown in ganz Madrid, wie Gesundheitsminister Salvador Illa mitteilte. Der dicht besiedelte Großraum Madrid mit seinen rund sieben Millionen Einwohnern macht mehr als ein Drittel der Krankenhauseinweisungen in der Corona-Krise in Spanien aus.

Auch in Frankreich breitet sich das Virus immer weiter aus. Das Gesundheitsministerium registrierte am Donnerstagabend 16.096 Neuinfektionen binnen eines Tages. Insgesamt haben sich nachweislich 497.237 Menschen in Frankreich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich um 52 auf 31.511. Erstmals seit Ende Juli steigt auch die Zahl der Menschen, die in Frankreich wegen einer Covid-19-Erkrankung ins Krankenhaus müssen, nach Angaben der Behörden wieder auf über 6000. Mehr als 1000 Patienten befänden sich zudem auf Intensivstationen, so viele wie seit Anfang Juni nicht mehr.

In Deutschland stieg die Zahl der Positiv-Tests nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Freitag um 2153 auf 280.223. Weitere 15 Menschen starben. Damit wächst die Zahl der Todesfälle auf 9443. Tschechien meldete 2913 Neuinfektionen und damit mehr als Deutschland. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle liegt damit bei 58.374 in dem Land mit 10,7 Millionen Einwohnern. Die Slowakei verzeichnet mit 419 neuen Corona-Infektionen den dritten Rekordtagesanstieg in Folge. Auch Polen meldete mit 1587 neuen Infektionen einen Rekordanstieg an Corona-Fällen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

“NOCH LANGE NICHT IN DER GEFAHRENFREIEN ZONE”

In Berlin sagte eine Regierungssprecherin, Bundeskanzlerin Merkel blicke “natürlich mit großer Sorge auf das Pandemiegeschehen”. Auch Deutschland sei “noch lange nicht in der gefahrenfreien Zone”. Gesundheitsminister Spahn betonte im ZDF, es gehe vor allem darum “regional und vor Ort” die jeweils erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen. Sonst verlören die Maßnahmen Akzeptanz. Zugleich mahnte er zur Zurückhaltung bei Auslandsreisen in den Herbstferien. Er wisse, dass dies hart sei für die Reisebranche und die Bürger. Aber die Erfahrung habe gezeigt, “dass durch Reiserückkehrer auch Infektionen stärker wieder nach Deutschland reingebracht werden”.

Weiterhin in Quarantäne befindet sich Außenminister Heiko Maas. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte, ein Test bei Maas sei negativ ausgefallen. Der Minister werde aber noch bis zum 4. Oktober in Quarantäne bleiben. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier beendete hingegen seine Selbstisolation. Ein erneuter Test am Donnerstag sei negativ ausgefallen, twitterte Altmaier am Freitag. “Zudem hat die Prüfung der Umstände meines Kontaktes ergeben, dass keine Notwendigkeit zu weiterer Quarantäne besteht.”

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