May 11, 2020 / 10:36 AM / 18 days ago

Österreich schnürt Hilfspaket für Wirtshäuser - Kanzler ruft zum Konsum auf

Austrian Chancellor Sebastian Kurz attends a news conference during the coronavirus disease (COVID-19) outbreak in Vienna, Austria, May 11, 2020. Hans Punz/Pool via REUTERS

Wien (Reuters) - Österreich will den rund 41.000 Gastronomiebetrieben im Land mit Steuererleichterungen durch die Coronakrise helfen.

Das sogenannte “Wirtshauspaket” sieht Steuersenkungen von insgesamt 500 Millionen Euro vor, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Montag. Vorgesehen sei unter anderem die Senkung der Umsatzsteuer für nicht-alkoholische Getränke von 20 auf zehn Prozent, die Abschaffung der Schaumweinsteuer sowie Unterstützungen für Gasthäuser im ländlichen Raum. Zugleich appellierte der konservative Regierungschef an die Bevölkerung, die Gaststätten auch zu besuchen. “Meine Bitte an alle Österreicher, kaufen Sie möglichst regional und konsumieren Sie in den Wirtshäusern”, sagte Kurz.

Restaurants, Cafes und Kneipen dürfen in Österreich ab Freitag unter Auflagen wieder öffnen. “Wir sind das erste Land in Europa, das dabei ist, gerade wieder hochzufahren”, betonte Kurz. Die Öffnungszeiten sind auf 06.00 Uhr bis 23.00 Uhr begrenzt, Mitarbeiter müssen einen Mund-Nase-Schutz tragen, es dürfen maximal vier Personen an einem Tisch sitzen und es gelten Abstandsregeln. Der Ausschank an der Theke ist bis auf weiters nicht erlaubt. Hotels dürfen ab dem 29. Mai wieder öffnen. Keinen Zeitplan gibt es hingegen für Bars und Clubs. Die kulturschaffenden Veranstalter sollen aber ebenfalls Unterstützungen erhalten, sagte Kurz ohne Details zu nennen.

Dass die Einschränkungen wie geplant Ende dieser Woche weiter gelockert werden können, wurde mit der geringen Anzahl an Neuinfizierten begründet. “Wir haben mittlerweile mehrere Bundesländer, wo es gar keine Neuansteckungen mehr gibt und in Summe eine Zahl im sehr niedrigen zweistelligen Bereich”, sagte Kurz. Aktuell erkrankt sind laut Gesundheitsministerium 1200 Personen. Bestätigte Fälle gab es rund 15.800, Todesfälle 620.

Österreich hat die Einschränkungen seit Mitte April schrittweise gelockert. Zunächst durften Baumärkte, Gartencenter und kleinere Läden wieder aufsperren. Seit Mai dürfen alle Geschäfte wieder offen haben. Der Betrieb in den Schulen wird ab Mitte Mai wieder hochgefahren.

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