July 29, 2020 / 12:29 PM / 12 days ago

Fast 150.000 Virus-Tote in den USA

A bed is seen set up in a temporary hospital located at the USTA Billie Jean King National Tennis Center before the press conference of New York City Mayor Bill De Blasio as the outbreak of the coronavirus disease (COVID-19) continues in the Queens borough of New York City, New York, U.S., April 10, 2020. REUTERS/Eduardo Munoz TPX IMAGES OF THE DAY

Washington (Reuters) - In den USA sind fast 150.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben - so viele wie nirgends sonst auf der Welt.

Und ihre Zahl steigt rasch. Zum ersten Mal seit Mai wurden nach Reuters-Daten an einem einzigen Tag fast 1300 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen stieg binnen eines Tages um mehr als 64.000 auf knapp 4,4 Millionen. Auch hier sind die USA das am stärksten betroffene Land der Welt.

Allein in diesem Monat starben in Texas 4000 Menschen, in Florida fast 2700 und in Kalifornien 2500. In diesen Bundesstaaten sowie in Arizona war in den vergangenen Tagen die Zahl der Infektionen so hoch, dass die Krankenhäuser überlastet waren. Die Bundesstaaten sahen sich zur Kehrtwende bei der Lockerung der Beschränkungen gezwungen. In Kalifornien leiden nach Behördenangaben vor allem Latinos unter der Seuche. Sie machten ein Drittel der Bevölkerung aus, aber auf sie entfielen 56 Prozent der bekannten Infektionen und 46 Prozent der Todesfälle.

Der deutliche Anstieg bei Infektions- und Todeszahlen im ganzen Land dämpft die Hoffnungen, dass die USA das Schlimmste der Krise, die auch die Wirtschaft belastet, bereits hinter sich haben könnten. Zugleich wird die erbittert geführte Debatte über eine Wiedereröffnung der Schulen in den kommenden Wochen befeuert. US-Präsident Donald Trump dringt darauf, dass Schüler und Lehrer in die Schulen zurückkehren. Lehrerverbände fordern Online-Unterricht.

Um den Menschen in der Corona-Krise unter die Arme zu greifen, ringen in Washington Trumps Regierung und die Demokraten im Kongress um das nächste Hilfspaket. Die Verhandlungen, die am Mittwoch fortgesetzt werden sollten, gestalten sich schwierig. Ein gemeinsamer Entwurf der Republikaner im Senat und des Präsidialamts stieß umgehend auf Widerstand. Den Demokraten ging das Paket mit einem Volumen von etwa einer Billion Dollar nicht weit genug. Ihre Zustimmung ist aber nötig, weil sie im Repräsentantenhaus die Mehrheit stellen. Beide Kammern des US-Kongresses müssen dem Paket zustimmen, damit es in Kraft treten kann. Allerdings kritisierten auch Republikaner den Entwurf. Die Zeit für eine Einigung ist begrenzt: Die bisherige Sonder-Arbeitslosenhilfe des Bundes läuft am Freitag aus.

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