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Inlandsnachrichten

Innenministerium setzt Doppel-Sitzplatz-Regel für Bundesbedienstete aus

Deutsche Bahn employees stand next to an ICE high-speed train at the main train station in Frankfurt, Germany, July 30, 2019. REUTERS/Ralph Orlowski

Berlin (Reuters) - Das Bundesinnenministerium setzt vorerst die Regelung aus, dass Bundesbedienstete bei Dienstreisen zwei Sitzplätze in Bahn und Flugzeugen für sich buchen dürfen.

Das teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag in Berlin mit. Zuvor hatten Sprecher etlicher Ministerien wie das Verkehrs-, Umwelt- und Gesundheitsministeriums, aber auch Regierungssprecher Steffen Seibert für das Bundespresseamt erklärt, dass sie für ihre Mitarbeiter auf den selten gewordenen Dienstreisen weiter nur einen Platz buchten. Es finde nun in der Bundesregierung eine Debatte statt, ob man Abstandsvorschriften in Verkehrsmitteln neu regeln solle, sagte der Sprecher von Innenminister Horst Seehofer. Dieser sei gegen jede Privilegierung von Bundesbeamten, habe aber die Gesundheit der Beschäftigen im Auge. Es gehöre zu den Grundregeln in der Corona-Pandemie, dass Menschen möglichst Abstand halten sollten.

Die Frage, wie eng Menschen in Verkehrsmitteln wie Bus, Bahn und Flugzeug in der Corona-Krise sitzen dürfen, ist seit Monaten umstritten. So gibt es eine Debatte über die Mittelplätze in Dreierreihen in Flugzeugen, die von den Fluggesellschaften derzeit genutzt werden dürfen. Eine Sprecherin des Verkehrsministeriums verwies darauf, dass die Bahn derzeit eine Auslastung von rund 25 Prozent der Plätze habe. Im Rundschreiben des Innenministeriums war argumentiert worden, dass dem Dienstherren “eine besondere Fürsorgepflicht gegenüber den Dienstreisenden zu(kommt), um sie vor den gesundheitlichen Gefahren, die über das allgemeine Lebensrisiko in der SARS-Cov2-Pandemie hinausgehen, zu schützen”.

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