November 29, 2010 / 3:17 PM / 10 years ago

Wikileaks: Putin auch als Regierungschef mächtiges "Alphatier"

Moskau (Reuters) - Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin wird nach einer Enthüllung von Wikileaks von US-Diplomaten als allmächtiges “Alphatier” in einem hochgradig korrupten Land gesehen.

Der Regierungschef sei auch nach dem Ausscheiden aus dem Präsidentenamt mächtig und spiele bei Energiegeschäften bis hin zur Iran-Politik eine Schlüsselrolle, heißt es in den Depeschen der US-Vertreter. Dagegen sei Präsident Dmitri Medwedew blass, zögerlich und müsse seine Entscheidungen von Putin absegnen lassen. Demnach hat Putin aber auch mit einer unkontrollierbaren Bürokratie zu kämpfen. Russland sei faktisch ein “Mafia-Staat”, der von korrupten Geschäftsleuten und den Sicherheitskräften kontrolliert werde.

Putin musste 2008 nach acht Jahren aus dem Präsidentenamt ausscheiden und wurde Ministerpräsident. Die Veröffentlichung ist für US-Präsident Barack Obama peinlich, weil er mit Medwedew die Beziehungen zwischen den beiden Staaten verbessern will. So nahm Russland am Nato-Gipfel in Lissabon teil und will prüfen, sich an einem Raketenabwehrsystem in Europa zu beteiligen.

US-Diplomaten zeigten sich im vergangenen Jahr auch über Putins enges Verhältnis zum italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi besorgt, wie aus den Dokumenten hervorgeht. Berlusconi scheine immer mehr zum Sprachrohr Putins in Europa zu werden. Bei der Beziehung gehe es auch um noble Geschenke und lukrative Energiegeschäfte.

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