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Merkel verteidigt Einsatz für Wirecard in China - "Ist Usus"

The logo of Wirecard AG, an independent provider of outsourcing and white label solutions for electronic payment transactions, is pictured at its headquarters in Aschheim, near Munich, Germany, July 1, 2020. REUTERS/Andreas Gebert/Files

Berlin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel verteidigt ihren Einsatz für den inzwischen insolventen einstigen Börsenstar Wirecard bei einer China-Reise. “Es ist Usus, nicht nur in Deutschland, dass man bei Auslandsreisen natürlich die Anliegen von Unternehmen auch anspricht”, sagte sie am Freitag in der Bundespressekonferenz in Berlin. “Das macht man nicht nur in China, das gibt es auch bei anderen Auslandsreisen natürlich.” Merkel hatte sich im vergangenen September in der Volksrepublik für Wirecard eingesetzt. Damals habe sie keine Kenntnis von den Unregelmäßigkeiten bei dem einstigen Dax-Konzern gehabt. Man habe “nach dem damaligen Kenntnisstand verantwortlich gehandelt”.

Im Juni meldete der Zahlungsdienstleister Wirecard Insolvenz an, nachdem Wirtschaftsprüfer 1,9 Milliarden Euro, die angeblich auf Konten in Asien liegen sollten, nicht auffinden konnten. “Das, was da passiert ist, muss natürlich aufgeklärt werden”, forderte Merkel. “Das ist klar.” Nach Erkenntnissen der Münchner Staatsanwaltschaft haben die Manager von Wirecard die Bilanz mit Luftbuchungen über Jahre künstlich aufgebläht und damit Verluste im Kerngeschäft kaschiert. Allein Banken und Investoren seien um mehr als drei Milliarden Euro geprellt worden.

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