December 13, 2011 / 6:43 PM / 8 years ago

Cern-Forscher haben Hinweis auf Existenz des Higgs-Boson

Rolf Heuer (C), CERN Director General, gestures next to Fabiola Gianotti (L), ATLAS experiment spokesperson, and Guido Tonelli, CMS experiment spokesperson, during a news conference at the CERN (European Organisation for Nuclear Research) in Meyrin, near Geneva December 13, 2011. REUTERS/Denis Balibouse (SWITZERLAND - Tags: SCIENCE TECHNOLOGY)

Genf (Reuters) - Wissenschaftler des europäischen Kernforschungszentrums Cern haben nach eigenen Angaben substanzielle Hinweise auf die Existenz des Elementarteilchens Higgs-Boson, das Teilchen aber selbst noch nicht entdeckt.

Die Entdeckung des Higgs-Bosons wäre nach den Worten des Physik-Professors Themis Bowcock von der Universität Liverpool “wirklich eine der Entdeckungen des Jahrhunderts”. Es wäre der Schlussstein im Gebäude des Universums, dessen Einfluss jeder Mensch jeden Tag spüre.

Das nach dem britischen Physiker Peter Higgs benannte Teilchen sorgt nach dem Standardmodell vom Aufbau der Materie dafür, dass alle Objekte im Universum eine Masse haben. Es würde, so es denn existiert, eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Universums nach dem Urknall spielen. Der heute 82-jährige Higgs hatte die Existenz des Teilchen bereits 1964 vorhergesagt. Gefunden wurde es bislang aber nicht. Für die Wissenschaftler ist es das letzte noch fehlende Elementarteilchen, um das Standardmodell der Materie zu begründen. Würde es nicht existieren, stünde das gesamte Modell infrage.

Bei der Suche werden in dem 27 Kilometer langen Ringtunnel des Teilchenbeschleunigers LHC am Cern-Forschungszentrum bei Genf Protonen mit immenser Kraft aufeinander geschleudert. Dabei entstehen zahlreiche unterschiedliche Folgeteilchen. Die Forscher hoffen, dabei auch ein Higgs-Boson zu finden.

Die Experimente werden von zwei Teams ausgeführt: Atlas und CMS. Die Physikerin Fabiola Gianotti vom Atlas-Experiment sagte am Dienstag, die Spuren des Teilchens konzentrierten sich bei einer Masse von rund 126 GeV (Gigaelektronenvolt). “Aber es ist zu früh für abschließende Schlussfolgerungen”, fügte sie hinzu. Weitere Studien und Daten seien notwendig. Oliver Buchmüller vom CMS-Team erklärte, allem Anschein nach hätten sie wie die Atlas-Kollegen Signale auf demselben Masseniveau gefunden. “Das ist offenkundig sehr wichtig.”

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