for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up
Weltnachrichten

Wegen Kriegsverbrechen angeklagter Präsident Sudans in Ägypten

Kairo (Reuters) - Der vom Internationalen Strafgerichtshof (ICC) wegen Kriegsverbrechen angeklagte sudanesische Präsident Omar Hassan al-Baschir ist am Mittwoch zu einem Staatsbesuch in Ägypten eingetroffen.

Eine Festnahme galt jedoch als unwahrscheinlich, zumal Ägypten den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) zu einer Aussetzung des Haftbefehls aufgefordert hatte. Baschir traf seinen ägyptischen Kollegen Husni Mubarak am Flughafen. Der Protokollchef des sudanesischen Außenministeriums erklärte, Baschir wolle mit seiner Ägypten-Reise die Missachtung der ICC-Anklage zum Ausdruck bringen. Vor wenigen Tagen war Baschir bereits nach Eritrea gereist.

Grundsätzlich riskiert Baschir eine Festnahme im Ausland, da der ICC einen internationalen Haftbefehl ausgestellt hat. Hintergrund der Anklage ist der Konflikt in der westsudanesischen Provinz Darfur. Sudans Armee und von der Regierung unterstützte Milizen liefern sich dort seit 2003 Kämpfe mit Rebellen. Nach Schätzungen von Experten wurden dabei bislang mindestens 200.000 Menschen getötet und 2,7 Millionen vertrieben.

for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up