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Weltnachrichten

G8-Gipfel fordert härtere afrikanische Sanktionen gegen Simbabwe

Toyako (Reuters) - Der großen Industrieländer fordern von den afrikanischen Staaten härtere Sanktionen gegen Simbabwe.

Bei einem Treffen mit Staats- und Regierungschefs aus Afrika forderten die G8-Gipfelteilnehmer am Montag im japanischen Toyako mehr Druck auf den autokratisch regierenden Präsidenten Robert Mugabe. Anderenfalls könnten Handel und Investitionen auf dem ärmsten Kontinent der Erde negativ getroffen werden, warnte ein kanadischer Regierungsvertreter. Die Geduld der G8 sei nur begrenzt.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, sie schließe weitere Sanktionen ausdrücklich nicht aus. Zudem habe sie deutlich gemacht, dass sie die Präsidentenwahl für nicht legitimiert halte. Damit habe sie Unterstützung bei etlichen G8-Partnern gefunden. Die afrikanischen Länder hätten beim Thema Simbabwe indes unterschiedliche Positionen vertreten.

Der britische Premierminister Gordon Brown erklärte, es gebe zunehmend Unterstützung für verschärfte Sanktionen gegen das Mugabe-Regime. US-Präsident George W. Bush bezeichnete die weltweit verurteilte Wiederwahl Mugabes als Fälschung.

Der tansanische Präsident Jakaya Kikwete machte aber deutlich, dass es Differenzen zwischen der Gruppe der acht führenden Industriestaaten (G8) und der Afrikanischen Union (AU) gebe. Darüber könne es aber Diskussionen geben, zumal die AU die Sorgen der G8 teile. Kikwete forderte erneut eine Regierung der nationalen Einheit für Simbabwe. Das hatte vorige Woche auch der AU-Gipfel verlangt, an dem Mugabe teilnahm.

Mugabe war zum Sieger der Stichwahl um das Präsidentenamt erklärt worden. Sein Herausforderer Morgan Tsvangirai hatte nach massiver Gewalt gegen Anhänger seiner Partei auf die Teilnahme an der Abstimmung verzichtet.

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