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Weltnachrichten

Ahmadinedschad besucht Anfang März erstmals den Irak

Bagdad (Reuters) - Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad wird in gut zwei Wochen erstmals den früheren Feind Irak besuchen.

Ahmadinedschad werde am 2. März für zwei Tage in Bagdad sein, um sich mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki zu treffen, sagte der irakische Regierungssprecher Ali al-Dabbagh am Donnerstag. Der Besuch finde auf Einladung des irakischen Präsidenten Dschalal Talabani statt. “Es ist bedeutsam in dem Sinne, dass Irak gute Beziehungen zum Iran haben möchte, aber es sollte von ihm keine Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Irak stattfinden”, sagte al-Dabbagh.

Das USA unterstützten eine Verbesserung der diplomatischen Beziehungen zwischen dem Irak und dem Iran. “Wir wollen, dass der Iran und der Irak gute Beziehungen haben”, erklärte ein Sprecher des Präsidialamts in Washington. “Der schnellste Weg dieses zu erreichen, ist für den Iran die Unterstützung von Extremisten zu beenden, die unschuldige Iraker und Amerikaner umbringen.”

Der Iran und der Irak hatten in den 80er Jahren Krieg gegeneinander geführt. Dabei waren Hunderttausende Menschen getötet worden.

Der Iran verschob unterdessen die ursprünglich für Freitag geplante vierte Gesprächsrunde mit den USA über die Sicherheitslage im Irak. Ein neuer Termin stehe noch nicht fest, erklärte der irakische Außenminister Hoschijar Sebari und drückte sein Bedauern über den Verzug aus. Ihm zufolge gab der Iran keinen Grund für die Verzögerung an. Ein Vertreter der US-Botschaft in Bagdad äußerte die Vermutung, dass der Iran das Interesse an einem Dialog mit den USA verloren habe.

Die USA und der Iran haben im vergangenen Jahr dreimal über die Situation im Irak beraten. Die Gespräche trugen dazu bei, die Beziehungen beider seit fast 30 Jahren verfeindeten Ländern etwas zu entspannen. Die USA verdächtigen den Iran, aufständische Milizen im Irak auszubilden und mit Waffen zu versorgen. Die iranische Regierung hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Belastet werden die amerikanisch-iranischen Beziehungen zudem durch den Streit über das iranische Atomprogramm.

Im Irak kam es derweil zu einer neuen Welle der Gewalt: Im Dorf Auja nördlich von Bagdad töteten Bewaffnete eine neunköpfige Familie, sagte ein Polizist. Bei der Explosion einer Autobombe auf einem Markt in Bagdad wurden mindestens fünf Menschen getötet und weitere 33 verletzt. Der Anschlag ereignete sich zur Hauptgeschäftszeit im schiitischen Stadtteil Sadr City. Vor zwei Wochen waren bei Bombenanschlägen auf zwei Marktplätzen in der irakischen Hauptstadt 99 Menschen in den Tod gerissen worden.

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