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Weltnachrichten

Millionen indische Lkw-Fahrer streiken gegen hohe Spritpreise

Neu Delhi (Reuters) - Mehr als vier Millionen indische Lkw-Fahrer sind am Mittwoch wegen der hohen Sprit-Preise in einen unbefristeten Streik getreten.

In einigen Teilen des Landes berichteten Händler von panikartigen Hamsterkäufen, weil die Menschen Lieferengpässe bei Lebensmitteln befürchteten. Zudem drohten neben drastischen Preiserhöhungen auf Güter des täglichen Bedarfs erhebliche wirtschaftliche Beeinträchtigungen, etwa bei der Industrieproduktion, da ein Großteil des indischen Lieferverkehrs über Lkws abgewickelt wird. Bereits vor vier Jahren hatte ein ähnlicher Streik das Land de facto lahmgelegt und Indiens Wirtschaftswachstum belastet.

Das Verkehrsministerium bemühte sich um Entspannung. Man befasse sich mit den Anliegen der Lkw-Fahrer, hieß es. Die Gewerkschaft konterte, so lange die Probleme nicht gelöst seien, würden die Lastwagen den Straßen fern bleiben.

Die indische Regierung, die die Kosten für Sprit durch staatliche Bezuschussung künstlich niedrig hält, hatte im Zeichen der weltweit rapide angestiegenen Ölpreise Benzin und Diesel kürzlich zehn Prozent verteuert. Zudem ist in vielen Städten nur noch Markentreibstoff erhältlich. Dessen Preis unterliegt keiner staatlichen Regulierung und ist deutlich stärker gestiegen als der subventionierte Treibstoff. Der Ausstand der Fahrer richtete sich darüber hinaus auch gegen umstrittene Transportsteuern.

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