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Weltnachrichten

Pakistans Ministerpräsident will Regierungskoalition retten

Islamabad (Reuters) - Pakistans Ministerpräsident Yousaf Raza Gilani will den angekündigten Rückzug seines wichtigsten Koalitionspartners nicht akzeptieren.

Der Konflikt um die Wiedereinsetzung der abgesetzten Richter müsse durch gemeinsame Bemühungen gelöst werden, erklärte Gilani am Dienstag gegenüber Vertretern der Muslimischen Liga vor den Kameras des staatlichen pakistanischen Fernsehens.

Zuvor hatte Gilani die Rücktrittsgesuche von neun Ministern der zweitgrößten Partei in der Koalition abgewiesen. Er wolle die Rückkehr von Asif Ali Zardari, dem Parteichef der Pakistan People’s Party (PPP) und Witwer der ermordeten Oppositionsführerin Benazir Bhutto, abwarten, begründete er seine Entscheidung.

Zardari hatte in London mehrere Tage lang mit dem Parteichef der Muslimischen Liga, Nawaz Sharif, über die Wiedereinsetzung der von Präsident Pervez Musharraf abgesetzten Richter verhandelt, jedoch ohne Ergebnis. Daraufhin hatte Sharif am Montag den Rückzug seiner Partei aus der Koalition angekündigt. Die 60 Richter hatten sich im November geweigert, den von Musharraf verhängten Ausnahmezustand zu unterstützen. Während Sharif auf eine Wiedereinsetzung der Richter ohne Vorbedingungen pocht, will Zardari ihre Rückkehr mit Verfassungsänderungen verknüpfen.

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