Medien - Apple experimentiert mit iWatch

Montag, 11. Februar 2013, 12:51 Uhr
 

New York (Reuters) - Von der Hand ans Handgelenk: Apple experimentiert einem Medienbericht zufolge mit der Entwicklung einer computergestützten Armbanduhr als Brücke zwischen iPhone und Laptop.

Basis des Geräts sei flexibles Glas, damit sich die Uhr ums Handgelenk legen lasse, meldete die "New York Times". Seit Jahren wird spekuliert, in welchen Bereich der US-Konzern als nächstes investiert. Nach iPhone und iPad warten Investoren auf den nächsten Coup. Zunächst war vermutet worden, dass die von Technologie-Guru Steve Jobs gegründete Firma ihre Zukunft bei Fernsehern sieht, nun scheinen es multifunktionsfähige Armbanduhren zu sein. Während sich Apple ums Handgelenk kümmert, arbeitet Google derzeit an einer neuartigen Computerbrille, mit der ihre Träger fotografieren und Videochats abhalten können. Von Apple war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Laut der "New York Times" soll die "iWatch" mit dem Apple-Betriebssystem iOS laufen. Die Zeitung berief sich in ihrem Bericht auf Personen, "die mit den Erkundungen der Firma vertraut sind". Damit wäre es über die Funktechnik Bluetooth problemlos möglich, beispielsweise Daten ans iPhone weiterzuleiten und zu analysieren. So könnten Schlafgewohnheiten und körperliche Tätigkeiten wie beim Joggen aufgezeichnet werden. Ähnliche Fähigkeiten haben die beliebten Sportarmbänder von Nike und Jawbone. Mit der Nike-Variante ist Apple-Chef Tim Cook bereits selbst gesehen worden.

Analyst Gene Munster von der Investmentbank Piper Jaffray schrieb jüngst, er glaube, dass Geräte wie Armbanduhren und Brillen künftig Telefonate, Suchmaschinenanfragen oder Navigationsaufgaben übernehmen können. "Diese Produkte werden wahrscheinlich günstiger sein als ein iPhone und könnten Apples beste Antwort für Schwellenländer sein."

Das "Wall Street Journal" berichtete, Apple habe über solch ein Gerät mit seinem wichtigsten Lieferanten Hon Hai Precision Industry gesprochen. Die Firma, die in China unter dem Namen Foxconn operiert, arbeitet demnach bereits an Technologien, die in tragbaren Geräten zum Einsatz kommen können. Dazu gehörten beispielsweise effizientere Bildschirme. In den iPhones wird bisher 'Gorilla Glass' des Herstellers Corning verwendet. Corning entwickelt eigenen Angaben zufolge bereits bewegliches Glas, dass letztlich um ein Armgelenk gewickelt werden könnte.