Grüne wollen keinen Regierungschef der Linkspartei in Thüringen

Sonntag, 30. August 2009, 18:27 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die Grünen wollen in Thüringen trotz grundsätzlicher Bereitschaft für ein rot-rot-grünes Bündnis nicht den linken Spitzenkandidaten Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten wählen.

"Es war klar, dass Herr Ramelow von uns nicht gewählt wird", sagte die grüne Bundesvorsitzende Claudia Roth am Sonntag im ZDF. Wenn die Inhalte stimmten, seien die Grünen aber für ein rot-rot-grünes Bündnis bereit.

Da bei einem rot-rot-grünen Bündnis die Linkspartei die stärkste Fraktion stellen würde, stünde ihr eigentlich das Recht zu, den Regierungschef zu stellen. Auch vor der Wahl hatten SPD und Linkspartei gestritten, wer den Ministerpräsidenten stellen sollte.

Den Prognosen von ARD und ZDF zufolge hat die CDU ihre absolute Mehrheit verloren und mehr als zehn Prozentpunkte eingebüßt. Die Linke blieb zweitstärkste Kraft. Ein Bündnis aus Linken, SPD und Grünen hätte demnach eine Mehrheit.