Island will Wirtschaft durch Ölförderung mit Norwegen sanieren

Freitag, 4. Januar 2013, 13:46 Uhr
 

Oslo (Reuters) - Island will seine fragile Wirtschaft durch eine Ölförderung gemeinsam mit Norwegen beleben.

Einen Vertrag, der die isländischen Gewässer der Erkundung und Ausbeutung durch ausländische Energiekonzerne öffnet, wollten beide Länder am Freitag unterzeichnen. Danach soll die staatliche norwegische Ölfirma Petoro 25 Prozent der isländischen Öllizenzen erhalten, die vergangenen Monat an die in London gelisteten Firmen Valiant Petroleum und Faroe Petroleum gegangen sind.

Island war 2009 in eine Rezession gerutscht, nachdem seine Geschäftsbanken in nur einer Woche unter einer enormen Schuldenlast zusammengebrochen waren, die sie bei aggressiven Geschäften im Ausland angehäuft hatten. Nach dem Zusammenbruch seiner Wirtschaft musste Island beim Internationalen Währungsfonds (IWF) und seinen nordischen Nachbarn um Hilfe nachsuchen. Außerdem führte das Land strikte Kapitalkontrollen ein. 2012 hat Islands Wirtschaft angesichts dessen einen erstaunlichen Wiederaufstieg erlebt, der mit Hilfe der Rohstoffressourcen stabilisiert werden soll. "Das wird nicht unsere Wirtschaftskrise lösen", sagte der Chef der isländischen Energiebehörde, Gudni Johannesson, der Nachrichtenagentur Reuters mit Blick auf die Förder-Verträge. "Aber es wird uns durch die nächste helfen."