China-Daten stützen Asien-Börsen - Sorgen um Italien

Montag, 10. Dezember 2012, 08:09 Uhr
 

Singapur/Tokio (Reuters) - Hoffnungen auf eine anziehende Konjunktur in China haben zum Wochenbeginn die Börsen in Asien gestützt.

Dagegen geriet der Euro im fernöstlichen Devisenhandel unter Druck, nachdem die Rücktrittsankündigung des italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti Sorgen um den Sparkurs des Landes auslöste. Die Gemeinschaftswährung notierte mit 1,2906 Dollar nach zuletzt rund 1,2925 Dollar in New York.

Der MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik mit Ausnahme Japans notierte 0,2 Prozent höher. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Index 0,1 Prozent im Plus mit knapp 9534 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor dagegen 0,2 Prozent auf 788 Punkte.

"Wir hatten wirklich gute Wirtschaftsdaten aus China", sagte Marktanalystin Juliana Roadley von Commonwealth Securities. Die Industrieproduktion in der Volksrepublik stieg im November mit einem überraschend kräftigen Plus von 10,1 Prozent zum Vorjahr so stark wie seit acht Monaten nicht mehr. Auch die Umsätze im Einzelhandel erreichten mit einem Plus von 14,9 den größten Zuwachs seit acht Monaten. Die chinesischen Exporte dagegen legten im November deutlich weniger stark zu als erwartet. Dies liege an der Unsicherheit wegen des US-Haushaltsstreits, sagte Volkswirt Zhang Zhiwei von Nomura in Hongkong.

In Japan standen abermals Exporttitel im Fokus. Nach kräftigen Kursgewinnen zuletzt drückten nun Gewinnmitnahmen auf die Aktien. Canon gaben 0,6 Prozent nach, TDK Corp 3,1 Prozent und Honda 0,7 Prozent.

An der Wall Street hatten am Freitag ein ermutigender US-Arbeitsmarktbericht den Standardwerten zu Gewinnen verholfen.

 
Pedestrians are seen in front of an electronic board displaying share prices outside a brokerage in Tokyo November 8, 2012. REUTERS/Yuriko Nakao