Festnahmen nach Niederschlagung der Proteste in Bahrain

Donnerstag, 17. März 2011, 15:10 Uhr
 

Auch der schiitische Ministerpräsident des Irak, Nuri al-Maliki, kritisierte das Vorgehen gegen die Demonstranten aufs Schärfste. Im irakischen Kerbela gingen am Donnerstag zudem Hunderte Schiiten auf die Straße, um gegen die saudiarabische Truppenverlegung nach Bahrain zu demonstrieren.

Auch die USA, die in Bahrain ihre 5. Flotte stationiert haben, haben die Entwicklungen als besorgniserregend bezeichnet. Präsident Barack Obama rief einem Sprecher zufolge in Telefongesprächen mit den Königen von Bahrain und Saudi-Arabien dazu auf, mit der größtmöglichen Zurückhaltung vorzugehen.

Der Perlenplatz in Manama bot am Donnerstag ein Bild der Verwüstung. Es waren noch einige zerfetzte Zelte zu sehen, in den die Demonstranten campiert hatten. Bagger schafften entwurzelte Palmen in der Mitte des Platzes beiseite. Über große Teile von Manama war bis in die frühen Morgenstunden eine Ausgangssperre verhängt worden.

Soldaten ließen nur Anwohner auf den Platz, und vor einer Kontrollstelle bildete sich eine lange Fahrzeug-Schlange. Durchgewinkt wurden Autos auf dem Weg in den Finanzbezirk, wo wieder Normalität einzukehren schien.