Großhandelspreise steigen so stark wie seit Ende 2011 nicht mehr

Montag, 12. November 2012, 08:46 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die Preise im deutschen Großhandel sind im Oktober wegen teurer Energie so stark gestiegen wie seit knapp einem Jahr nicht mehr.

Sie legten um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. "Dies war der stärkste Anstieg seit November 2011 mit 4,9 Prozent", hieß es. Verglichen mit dem Vormonat zogen die Preise um 0,6 Prozent an.

Benzin und andere Mineralölerzeugnisse sowie feste Brennstoffe wie Kohle verteuerten sich um durchschnittlich 9,1 Prozent. Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermittel kosteten sogar 20,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die Großhandelspreise geben einen Hinweis auf die Entwicklung der Inflationsrate. Diese verharrte im Oktober wegen teurer Energie bei 2,0 Prozent. Die fünf Wirtschaftsweisen sehen derzeit keine Gefahr für einen Preisanstieg auf breiter Front. "Die Inflationsrate weist eine stabile Entwicklung auf", schrieben sie in ihrem Jahresgutachten für die Bundesregierung. "2012 und 2013 erhöhen sich die Verbraucherpreise voraussichtlich um jeweils 2,0 Prozent."