Zeitung: Kuroda soll Chef der japanischen Notenbank werden

Montag, 25. Februar 2013, 07:11 Uhr
 

Tokio (Reuters) - In Japan mehren sich die Spekulationen über eine Nominierung von Haruito Kuroda als neuen Chef der Notenbank.

Nach der Zeitung "Asahi" berichtete am Montag auch das Wirtschaftsblatt "Nikkei", die Regierung werde den derzeitigen Chef der Asiatischen Entwicklungsbank nominieren. Sollte er den Posten bekommen, scheint eine noch stärkere Lockerung der japanischen Geldpolitik wahrscheinlich. Kuroda ist wie Ministerpräsident Shinzo Abe Befürworter einer solchen Politik. Bereits während seiner Amtszeit als früherer Vize-Finanzminister Japans intervenierte er aggressiv am Devisenmarkt, um den Yen zu schwächen und damit Japans exportlastige Wirtschaft zu stützen.

"Asahi" hatte berichtet, Ministerpräsident Shinzo Abe, der am Sonntag nach politischen Gesprächen aus den USA zurückkehrt, wolle die Entscheidung zusammen mit Finanzminister Taro Aso zügig fällen. Die Personalie solle in der kommenden Woche dem Parlament zur Zustimmung vorgelegt werden. Zuletzt hatte Abe die Nominierung des neuen Notenbankchefs aufgeschoben und damit Spekulationen über Differenzen in der Regierung ausgelöst.

An den Märkten wird die Entscheidung mit Spannung erwartet. Im Gespräch sind auch der frühere Spitzenbeamte im Finanzministerium, Toshiro Muto, sowie Kazumasa Iwata, Ex-Regierungsvolkswirt und stellvertretender Notenbank-Gouverneur. Die Nachfolge wird nötig, da der gemäßigte Zentralbankchef Masaaki Shirakawa am 19. März abtritt.