IAEA: Japan hat über direkten Austritt von Strahlen informiert

Dienstag, 15. März 2011, 09:22 Uhr
 

Wien (Reuters) - Japan hat die Internationale Atomenergiebehörde IAEA über den "direkten" Austritt von Radioaktivität in die Atmosphäre informiert.

Dies teilte die UN-Atombehörde am Dienstag mit. Die Belastung rund um das beschädigte Atomkraftwerk Fukushima im Nordosten Japans betrage bis zu 400 Millisievert pro Stunde, teilte die Behörde unter Berufung auf Angaben aus Japan mit. Die IAEA nannte keine "zulässigen Grenzwerte".

Die Radioaktivität breitet sich zudem offenbar aus. Bereits rund 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio war die Strahlenbelastung nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo um bis zu zehnmal höher als normal. Die Agentur berief sich auf die örtlichen Behörden. Das Atomkraftwerk Fukushima I liegt rund 240 Kilometer von Tokio entfernt.

Unterdessen berichtete auch Russland von erhöhten Strahlenwerten in östlichen Teilen des Landes. In Wladiwostock rund 800 Kilometer nordwestlich von Fukushima wurden erhöhte Werte gemessen, wie die örtlichen Behörden mitteilten.

 
<p>Tokyo Electric Power officials hold an illustration of a nuclear plant as they answer reporters' questions at the disaster center in Fukushima, northern Japan March 15, 2011. REUTERS/Yuriko Nakao</p>